Geschichte

 

 

Das Leipziger Festival für Vokalmusik a cappella gehört seit der Gründung 1997 zu den wichtigsten und innovativsten Festivals für Vokalensembles im deutschsprachigen Raum. Schon während des ersten Jahrgangs lag dem Ensemble amarcord als Veranstalter und künstlerischem Leiter die Förderung des musikalischen Nachwuchses am Herzen. Dieser Idee entsprechend wurden seitdem neben führenden Vokalensembles gezielt junge, noch nicht etablierte Gruppen nach Leipzig eingeladen.

 

Seit 2003 wurde zudem jährlich eine junge Vokalgruppe als Nachwuchsensemble des Festivals ausgezeichnet. Dieser Preis ging mit der Teilnahme am Abschlusskonzert des jeweiligen Festivals im Großen Saal des Gewandhauses zu Leipzig einher und bot den Gruppen die Möglichkeit, sich erstmals – auch über eine Rundfunkaufzeichnung – einer breiten und fachkundigen Öffentlichkeit vorzustellen. Im jeweils folgenden Jahr präsentierten sich die Ensembles mit einem Konzert im Rahmen des Festivals.

2015

Mit bekannten Jazz-Klassikern sowie einem ungarischen Jazz-Song, vor allem aber einer grandiosen Performance und hervorragendem Gesang konnte das Ensemble Jazzation aus Budapest (Ungarn) die Jury und das Publikum beim 9. Internationalen A CAPPELLA Wettbewerb überzeugen. Sie erhielten nicht nur den AWARD, sondern auch den Publikumspreis. Auf dem zweiten Platz landete das tschechische Ensemble Jazzva, den dritten Platz teilten sich Unduzo (Freiburg i. Br.) und Sub5 (Hannover). Den AMARCORD Sonderpreis erhielt das Leipziger Ensemble Nobiles mit "Bis willekommen, Herre Christ".

2014

Die Gewinner des Leipzig A CAPPELLA Awards 2014 kommen aus Deutschland – und sind dieses Jahr zu zweit. Das Männer-Quartett Delta Q aus Berlin und die sechs jungen Damen des Leipziger Ensembles Sjaella freuen sich jeweils über den ersten Platz des mittlerweile 8. Internationalen A CAPPELLA Wettbewerbs Leipzig. Die Wettbewerbsjury unter Vorsitz von Stephen Connolly (ehemals King’s Singers) lobte das hohe Niveau des diesjährigen Teilnehmerfeldes.

2013

Die Juroren entschieden sich im 7. Wettbewerbsjahrgang 2013, einen geteilten zweiten Preis und einen dritten Preis zu vergeben. Mixtet aus Estland und die Georgier von The Quintessential Five sicherten sich die zweiten Plätze mit ganz unterschiedlichen Werken: Mixtet mit klangschönen Kompositionen junger baltischer Komponisten und The Quintessential Five mit unglaublich anspruchsvollen Kompositionen und Jazz-Arrangements.

 

 

Seit 2007 erhält die Nachwuchsförderung einen noch größeren Stellenwert. Das Leipziger Festival für Vokalmusik "a cappella" veranstaltet – in Partnerschaft mit dem BMW Werk Leipzig – seitdem jährlich den Internationalen A CAPPELLA Wettbewerb Leipzig. Die hoch angesehenen Juroren vergeben den begehrten A CAPPELLA AWARD, aber auch das Publikum kann sein Votum über das beste Ensemble abgeben. Es verleiht seit 2010 den Publikumspreis.

 

Der 2011 erstmals initiierte A CAPPELLA Workshop steht ganz im Zeichen der künstlerischen Förderung der Wettbewerbsensembles. Die jungen Künstler können ihr Talent durch die Hilfe eines renommierten Sängers weiterentwickeln.

 

 

2012

Mit J. S. Bachs Präludium c-Moll, eigens arrangierten lettischen Volksliedern und César A. Cuis' „Radiant Stars“ überzeugte das Ensemble Latvian Voices das Publikum der Musik- und Bachstadt Leipzig im Abschlusskonzert des Festivals für Vokalmusik a cappella am 29. April genauso, wie zuvor die international besetzte Jury beim 6. A CAPPELLA Wettbewerb 2012, welche den sieben Lettinnen den ersten Preis verlieh.

 

 

Ein Novum seit 2013 ist das Seminar, welches von Universitätsmediziner Prof. Dr. Michael Fuchs gehalten wird. Teilnehmer am Wettbewerb konnten sich von dem Phoniater und Audiologen während des Singens spiegeln lassen und die Erklärungen zu Aufbau und Funktionsweise des Stimmapparates am eigenen Leibe nachvollziehen. Desweiteren gab Prof. Dr. Fuchs einen öffentlichen Vortrag zum Vokalapparat.

 

Im Jahr 2014 wurde zudem erstmals der Sonderpreis des Mitteldeutschen Rundfunks verliehen, der mit einem Konzert im Folgejahr im Rahmen des MDR MUSIKSOMMERS dotiert ist. 

2011

Beim 5. Internationalen A CAPPELLA Wettbewerb 2011 vergab die Jury keinen ersten Preis, dafür erhielten gleich zwei Gruppen den zweiten Preis: Audiofeels aus Polen mit ihrem speziellen „vocal play“, der Nachahmung von Instrumenten, und Lalá aus Österreich, die ein anspruchsvolles Repertoire in unverstärkter Weise präsentierten.

2010

Mit Spirit und viel Charme konnten die sechs Sängerinnen und Sänger von JuiceBox. aus Hannover/ Hamburg nicht nur die Zuhörer- schaft begeistern. Auch die Jury überzeugten sie mit eigenen Kompositionen und musikalischer Stilsicherheit und gingen als Sieger aus dem 4. Internationalen A CAPPELLA Wettbewerb Leipzig hervor.

2009

Im Rahmen des 3. Internationalen A CAPPELLA Wettbewerbs Leipzig 2009 beeindruckte das französische Ensemble Ommm sowohl Jury als auch Publikum. Mit selbst komponierten Stücken, gelungener technischer Ausführung und starker Bühnenpräsenz setzten sich die fünf jungen Franzosen gegen das internationale Teilnehmerfeld durch.

2008

Die sechs sympathischen Schweden des Ensembles Vocado traten 2008 beim zweiten Internationalen A CAPPELLA Wettbewerb Leipzig gegen ein internationales Teilnehmerfeld an und konnten mit ihrem facettenreichen Beitrag die Jury restlos überzeugen.

2007

Das Vokalensemble Sound Affaire aus dem bayerischen Wolfratshausen hat sich beim ersten Internationalen A CAPPELLA Wettbewerb Leipzig 2007 gegen die hochklassige Konkurrenz durchgesetzt und somit den erstmals vergebenen Leipzig A CAPPELLA AWARD gewonnen.

2006

Im Jahre 2006 erhielt erstmals eine ausländische Vokalgruppe den Nachwuchspreis des Festivals. Wir freuten uns, eine hochtalentierte und ungeheuer charmante Gruppe aus dem Baltikum als Preisträger vorstellen zu können: Cosmos aus Lettland.

2005

Preisträger 2005 sind die Sänger von Viva Voce. Die fünf smarten Jungs, hervorgegangen aus dem Windsbacher Knabenchor, erobern ihr Publikum mit Charme und schmunzelnder Leichtigkeit im Sturm. Sie zeigen, dass es wenigstens in Deutschland eine Boyband gibt, die singen kann.

2004

Im Jahre 2004 ging die Auszeichnung an das Frauen-Vokalquartett NINIWE, das mit seinen originellen Klassik- und Jazzbearbeitungen zuvor bereits beim Bundeswettbewerb für Rock- und Jazzgesang als auch beim Leipziger Jazznachwuchsfestival überzeugte.

2003

Die Auszeichnung als Nachwuchsensemble des Festivals 2003 wurde an das Calmus Ensemble vergeben, das bereits 2002 mit seinem individuellen Repertoire zwischen geistlicher und weltlicher Musik Stipendiat des Deutschen Musikrates und Gewinner des Robert-Schumann-Wettbewerbs war.